11. Sonntag im Jahreskreis B

Bei Gott ist so viel möglich

Fokussiert

11. Sonntag im Jahreskreis B:

Bei Gott ist so viel möglich

Ein einzelnes Blatt, das aus der scheinbar toten Rinde sprießt, ist etwas, womit wir eher nicht rechnen.  Deshalb halten wir kurz inne, schauen etwas genauer hin und staunen: Da beginnt an unerwarteter Stelle etwas Neues aufzuleben!

Das ist schön und erfüllt uns mit Hoffnung.

Vor zweieinhalbtausend Jahren wendete sich das Schicksal des Volkes Gottes plötzlich zum Guten: Das babylonische Exil endete ohne eigenes Zutun und Jerusalem wurde sogar samt Tempel vom Perserkönig Kyrus wieder aufgebaut. Damals empfanden so die zurückkehrenden Juden das so ähnlich: Es war, so die 1. Lesung dieses Sonntags (Ezechiel 17,22f), wie wenn Gott einen abgebrochenen Zweig einpflanzt und zu einem Baum emporwachsen lässt.

Das hatten sie sich zwar immer gewünscht und sie waren auch bereit, hart dafür zu arbeiten – aber am Ende kam alles viel besser, als sie es je erwartet hatten!

An solche Lebenserfahrungen erinnert uns auch Jesus im Sonntagsevangelium mit dem Gleichnis ‚von der selbstwachsenden Saat‘:  Da hat am Ende ein Bauer eine reiche Ernte  ‚und der Mann weiss nicht wie!‘(Mk 4, 27)

Gott, der Herr der Geschichte und allen Lebens, übertrifft immer wieder unsere menschlichen Vorstellungen und Erwartungen. Das macht Hoffnung!

Bild: Peter Weidemann(pfarrbriefservice.de) - Text: PR Karlheinz Bisch